Military Studies

Masterstudiengang · Militärgeschichte - Militärsoziologie

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Brunnendetail im Park Sanssouci. (c) MGFA

Präambel

Warum ein Masterstudiengang "Military Studies" - Militärgeschichte/Militärsoziologie?



Mit dem Zusammenbruch der bipolaren Weltordnung und einer sich erheblich beschleunigenden Globalisierung haben sich die Paradigmen internationaler Politik grundsätzlich verändert. Krieg und Bürgerkrieg, Unruhen und ethnisch-religiöse Konflikte haben an Umfang und Ausmaß erheblich zugenommen, der internationale Terrorismus mit den Anschlägen vom 11. September 2001 eine neue Dimension erreicht. Derartige Ereignisse und Entwicklungen haben mittlerweile auch unmittelbare Folgen für die Gesellschaften Europas. Sie führen nicht nur zu einer stark veränderten Wahrnehmung bewaffneter Konflikte und organisierter Gewalt in der deutschen Bevölkerung, sondern auch zu einem globalen Engagement deutscher Streitkräfte.

Diese seit etwa 15 Jahren Raum greifende Entwicklung hat das öffentliche Interesse an der Erforschung der Funktionsfähigkeit des Militärs, den Wirkungsmechanismen militärischer Organisationsformen, dem wechselseitigen Verhältnis der bewaffneten Macht zu Staat, Gesellschaft, Ökonomie und Kultur sowie den Entstehungsbedingungen organisierter Gewalt stark wachsen lassen. Ebenso wird die internationale Sicherheitspolitik, deren aktives Spektrum auch humanitäre Einsätze, Rettungsmissionen, technischer Unterstützung und Polizeiaktionen beinhalten, intensiv diskutiert. Diese aktuellen Entwicklungen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit einem regelrechten militärhistorischen Forschungsboom: eine neue kritische Militärgeschichte widmet sich den Problemlagen und Phänomenen in verschiedenen Epochen und versucht, Orientierung auf die Lösung heutiger Fragen zu finden.

Diesem gesellschaftlichen und akademischen Interesse nach einer auch interdisziplinär gefassten Beschäftigung an den Universitäten mit Militär, Gewalt und Krieg soll der Masterstudiengang Military Studies – Militärgeschichte/Militärsoziologie an der Universität Potsdam Rechnung tragen. Dieser Studiengang wird von dem Lehrstuhl für Militärgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam sowie dem Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr in Strausberg getragen und besteht aus den Kerndisziplinen Militärgeschichte und Militärsoziologie. Durch diesen Masterstudiengang findet die deutsche Universitätslandschaft Anschluss an das europäische und nordamerikanische Ausland, wo entsprechende Studiengänge und Forschungsfelder bereits seit längerer Zeit intensiv und mit steigender Nachfrage betrieben werden.

Die Universität Potsdam und deren unmittelbares institutionelles Umfeld gewährleisten für einen solchen Studiengang einzigartige Voraussetzungen. Der Lehrstuhl für Militärgeschichte weist ein Alleinstellungsmerkmal auf, weitere Hochschullehrer und Dozenten der Universität Potsdam bieten einschlägige Themen in Forschung und Lehre. Das Militärgeschichtliche Forschungsamt und das Sozialwissenschaftliche Institut liefern neben ihren Lehr- und Forschungskompetenzen eine herausragende wissenschaftliche Infrastruktur und bieten mit ihren beträchtlichen Kapazitäten und Netzwerken die Gewähr für die Bereitstellung vielfältiger Praktikumsplätze und damit die Möglichkeit einer praxisnahen Berufsorientierung.

In den letzten Jahren ist der Bedarf an umfassend ausgebildeten Absolventen mit militärhistorischen, militärsoziologischen und sicherheitspolitischen Kenntnissen außerhalb und innerhalb der Streitkräfte markant gestiegen. Neben den klassischen Tätigkeitsfeldern in Medien, Hochschulen und Bildungseinrichtungen besteht vor allem bei Hilfsorganisationen und internationalen Einrichtungen, aber auch Verbänden und Firmen Bedarf an Mitarbeitern mit Kompetenzen im Bereich der Sicherheitspolitik und Politikberatung.









Letzte Änderung: 6.5.2010 um 17:10:06, Philip Pautsch

 

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